Der Baum stützt sich auf seinen Wurzeln, der Mensch auf sein Herz.
  Der Baum stützt sich auf seinen Wurzeln, der Mensch auf sein Herz.                                                

SonJA on Tour! fragt nach bei Gundis Zámbó

Gundis Zámbó, Foto: vanity-pictures.com

 

Gundis Zámbó war früher ein TV-Star und essgestört, heute ist sie Therapeutin und gesund. Blitzlichtgewitter und roter Teppich spielen immer noch eine Rolle in ihrem Leben, aber nicht um jeden Preis. Aus eigener jahrzehntelanger Erfahrung mit Bulimie weiß sie, wie es ist, essgestört zu sein und wie steinig, langwierig und leidvoll der Weg aus Magersucht, Bulimie, Binge Eating und Adipositas ist. Dennoch sagt sie von sich selbst: „Ich habe gelernt, mich zu mögen. Frei von der wahnhaften Idee, so sein zu müssen, wie es scheinbar Öffentlichkeit und Gesellschaft von mir erwarten – oder ich selbst. Ohne Selbstzweifel, Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle, ohne Kloschüssel, Waage, Kalorienzählen und Gedankenkreisen ob ich essen darf, kann, soll oder nicht. Ich habe meine Lust am Leben neu entdeckt – denn ich wusste gar nicht mehr, wie lebenswert es sein kann.“

 

Heute ist es ihr ein tiefes Bedürfnis, ihre eigenen Erfahrungen als Betroffene und Gesunde nach außen zu tragen, um zur Heilung, Aufklärung und Prävention dieser Krankheit, die die Gesellschaft in bedrohlichem Maße überflutet, beizutragen. Aus diesem JA zum Leben ist in Zusammenarbeit mit Abbas Schirmohammadi die CD „LEBENSLUST“ entstanden.

 

Frau Zámbó, wie ist die Idee zum gemeinsamen Projekt „LEBENSLUST“ mit Herrn Schirmohammadi entstanden?

Wir haben uns im Rahmen eines Interviews kennengelernt, das Herr Schirmohammadi mit mir für das „Paracelsus“ Magazin geführt hat, und festgestellt, dass es viele Synergien zwischen uns gibt. Wir sind beide Heilpraktiker für Psychotherapie, Dozenten und sehr engagiert, was unsere zentralen Themen betrifft – seines: die Entspannung, meines: die Lebenslust, die insbesondere meine Klienten mit Essstörungen weitgehend verloren haben und wiederentdecken möchten. Ich war selbst Betroffene und habe gar nicht realisiert, wie lebenswert und lustvoll ein gesundes Leben sein kann. Weiterhin hat Abbas Schirmohammadi ein Händchen fürs Komponieren und ich die Stimme zum Sprechen. Da lag es nahe, die Kompetenzen „Entspannungs-Experte“ und „Lebenslust-Expertin“ mit meiner Marke „Lebenslust by Gundis Zámbó“ und der entsprechenden Philosophie, die dahinter steckt, für dieses Projekt zusammen zu führen.

Es gibt viele CDs und Bücher zum Thema Entspannung auf dem Markt. Was macht Ihre CD so besonders und anders?

Unsere Erfahrung, unser Enthusiasmus für die Thematik und die Tatsache, dass wir beide diese CD als therapeutisches Tool einsetzen und bereits sehr positive Erfahrungen damit gemacht haben. Ferner haben wir mit großer Leidenschaft gemeinsam fast ein Jahr an dem Projekt gearbeitet und es wachsen lassen, bis wir beide von Text, Inhalt, Sprache, Musik und Cover 100%ig überzeugt waren. Wir stehen voll und ganz hinter der Lebenslust-CD, sie ist mit Liebe gemacht, gut recherchiert, getestet und hochwertig.
Und was mich persönlich noch betrifft: Ich höre gern die Musik, die Texte und tatsächlich meine eigene Stimme und kann dabei wunderbar entspannen und Positives verankern. Das ist für mich der Beweis, dass die Authentizität dahinter, die Voraussetzung für eine überzeugende und wirkungsvolle Entspannungs-CD, spür- und erlebbar ist. Das macht die CD meiner Meinung nach besonders.

Es heißt, dass jeder alles in sich trägt, was er für ein erfülltes Leben braucht. Dennoch klappt das nicht immer und dann meldet sich auch noch das Innere Kind mit seinen Bedürfnissen. Wie sieht für Sie ein glückliches, erfüllteres und zufriedenes Leben aus? Kann dies auch erlebt/gelebt werden in nicht rosigen Zeiten?

 

Basis für Erfüllung und Glück ist der richtige Umgang mit den eigenen Gefühlen. Gefühle sind Ausdruck unserer Bedürfnisse. Wenn es uns gelingt, unsere wahren Bedürfnisse zu befriedigen, stellen sich Ruhe, Selbstzufriedenheit und Selbstakzeptanz ein. Voraussetzung dafür ist natürlich, die wahren Gefühle wahrzunehmen. Das wiederum setzt voraus, wachsam und fürsorglich sich selbst gegenüber zu sein, sich nicht hauptsächlich im Außen zu orientieren und dort zu „funktionieren“, um Anerkennung und emotionale Fülle zu suchen, sondern auch im Innen. Viele Menschen sind so weit von ihrer Mitte entfernt, dass sie die echten Gefühle gar nicht bemerken. Somit sind ihnen ihre authentischen Bedürfnisse auch nicht bewusst. Was brauche ich wirklich, wenn ich eine Zigarette rauche? Wahrscheinlich keinen Qualm in der Lunge, sondern vielleicht Ruhe und Entspannung. Welches Bedürfnis steckt hinter einem Essanfall? Sicher nicht das übermäßige Füllen des Bauches mit schlechtem Gewissen und Schuldgefühlen, sondern eventuell das Erleben einer eigener Welt und Autonomie, die nicht erlebt wird, weil die Orientierung zu sehr im Außen stattfindet. Wenn wir uns diesen Mechanismus klar machen und es schaffen, mehr und mehr unseren Weg zu uns selbst zu finden und zu gehen, kommen wir unserem natürlichen Selbstwertgefühl, der Selbstakzeptanz und Grundzufriedenheit näher. Das ist die Basis dafür, auch nicht so rosige Zeiten überstehen und akzeptieren zu können, ohne zu verzweifeln oder von Grund auf unglücklich zu sein. Und den Weg dorthin kann zum Beispiel unsere CD wunderbar unterstützen.

Manchmal gibt es im Leben solche Tage, an denen man gern den Tag aus dem Kalender streichen oder gleich auf den nächsten umblättern möchte. Welches Geheimrezept haben Sie für solch einen Tag?

 

Kein Geheimrezept. Was sollen wir tun, solche Tage gibt es nun mal. Mein Motto ist letztendlich: „Shit happens“ – so what?! Anschauen, zulassen, akzeptieren. Auch schlechte Gefühle, schlechte Tage, schlechte Laune und Selbstzweifel gehören zu uns und unserem Leben dazu – genauso wie die guten. Und Gefühle kommen und gehen, wie weiße Wolken am blauen Sommerhimmel, die der Wind langsam aber stetig davonweht.

Ihr persönliches Lebensmotto?

 

Begegne dir selbst, dann begegnest du der Welt. Das ist Liebe, Glück und Lebenslust!

 

Herzlichen Dank Frau Zámbó für das Interview. Danke, dass sie mir noch mehr LEBENSLUST mit auf meinen Weg geben. Auf unsere nächste Begegnung freue ich mich. 

 

 

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