Der Baum stützt sich auf seinen Wurzeln, der Mensch auf sein Herz.
  Der Baum stützt sich auf seinen Wurzeln, der Mensch auf sein Herz.                                                

Lieblingsorte machen glücklich

 

Gibt es den einen Ort, an dem man so rundum glücklich sein kann? Also den sogenanten Lieblingsort?

Muss ein solcher Ort rundum glücklich machen?

Was macht einen Lieblingsort aus?

Kann ein Mensch mehrere Lieblingsorte auf dieser Welt haben?

Was bedeutet Lieblingsort und wie definiert man ihn?

 

Sicherlich haben Menschen einen Platz, den sie für sich ganz persönlich als Lieblingsort bezeichnen. Bei mir ist es nicht nur ein Ort, sondern mehrere Orte, und meisten dort, wo ich mich einfach wohl fühle. Man kann an einem der schönsten Plätze der Welt sein, aber was nutzt einem das, wenn man unzufrieden ist, weil man dort mit jemandem sein muss, mit dem man dort gar nicht sein will. Oder anders, man ist an einem der tollsten Orte, aber fühlt sich alleine. Die Familie und Freunde können aber auch den schrecklichsten Ort zum erträglichsten Ort machen. Wenn ich mit meiner Familie oder/und meinen Freunden zusammen bin, dann ist der Ort eher nebensächlich. Manchmal möchte man auch nur an einen anderen Ort sein, doch wenn es unmöglich ist, von dort zu verschwinden, dann schließe ich einfach meine Augen und denke an schöne Zeiten, alte Zeiten, an Orten, an denen ich mich wohlgefühlt habe oder an das, was ich mein Zuhause nenne. In jedem Kopf sind viele kleine Orte abgespeichert, in denen wir uns wohlgefühlt haben und zuhause fühlen. Mein Lieblingsort ist dort, wo ich Begegnungen mit Menschen habe und wo Menschen sind, die mir viel bedeuten.

 

Mit SonJA on Tour! war ich genau an so einem Ort. Genauer gesagt in der Stadt Wernigerode, die auch

 

„Die bunte Stadt am Harz“

 

genannte wird. Ein tolles Stadtmotto, wie ich finde.

 

Bundesland                 Landkreis                Höhe                     Fläche            Einwohner

Sachsen-Anhalt          Harz                         240 m ü. NHN       170,03 km²      33.319 (31. Dez. 2014)

 

Wernigerode liegt an der Nordostflanke des Harzes, circa 12 km vom Brocken entfernt. Durch die Stadt läuft die Eisenbahn-strecke „Halberstadt-Vienenburg“, die Halle und Hannover verbindet. Durch Wernigerode fließt die Holtemme, in die unweit der Zillierbach mündet. Der historische Stadtkern besteht aus Altstadt und Neustadt. Wernigerode befindet sich im Übergangs-klima der gemäßigten Klimazone. Die wärmsten Monate sind Juni bis August. Über die Entstehungsgeschichte des Ortes gibt es keine schriftlichen Quellen. Nach aktuellen Forschungen bestehen keine ursprünglichen Beziehungen zum Kloster Corvey und dem dortigen Abt Warin, sondern der Ortsname weist vielmehr auf eine geschützte Rodungssiedlung hin. 1121 wurde der Ort erstmals urkundlich in Zusammenhang mit dem hier ansässig gewordenen Grafen Adalbert zu Haimar aus dem Gebiet nahe Hildesheim erwähnt. Im Jahr 2004 feierte Wernigerode das Jubiläum der Verleihung des Stadtrechts vor 775 Jahren. (Quelle: Wikipedia)

 

Für einen ganzen Tag war ich in der bunten Fachwerkstadt. Also wollte ich so viel wie möglich sehen.

Als Erstes habe ich einen kleinen Stadtrundgang gemacht. Die Einkaufszone mit ihren alten Fachwerkhäusern ist einfach sehenswert! Sehr viele der Häuser sind und werden noch restauriert und erstrahlen danach in neuem Glanz. Daher ist Wernigerode für Freunde von gepflegten Altstädten einfach ein MUSS. Den Markt dominiert seit 1500 das markante Rathaus mit seinen kleinen Türmchen. Auf den Grundmauern eines alten Gebäudes aus dem Hochmittelalter wurde es damals errichtet.

 

Oberhalb von Wernigerode auf dem Agnesberg wird die Stadt von den Mauern eines Märchenschlosses bewacht. Der Aufstieg zu Fuß ist Energie raubend, aber lohnt sich auf jeden Fall. Ansonsten fährt auch ab Frühjahr eine kleine Stadtbahn zum Schloss hinauf. Oben angekommen hat man einen herrlichen Blick auf die bunte Fachwerkstadt.

 

Der markante Westerntorturm schließt die Altstadt von Wernigerode von Westen her ab. Früher befand sich an dieser Stelle eine Zollstation, an der sich Besucher einer Grenzkontrolle zu unterziehen hatten.

 

Ein Kirchenbesuch darf nicht fehlen. Hierzu lädt die Liebfrauenkirche herzlich ein. Die Innenausstattung der Kirche ist ganz in Holz gehalten mit umlaufenden Logen. Wow, so ein gewaltiger Bau. 1756 bis 1762 wurde sie nach einem Stadtbrand wieder aufgebaut.

 

Ein Besuch im Baumkuchenhaus ist schon längst kein Geheimtipp mehr. Selbst die Seniorenresidenzen machen mit ihren Bewohnern einen Naschausflug dort hin. Auch im Alter darf man sich es gut gehen lassen. Ein Tapetenwechsel, wenn auch nur für kurze Zeit, hat noch niemandem geschadet. Alle Altersklassen sind im Baumkuchenschlaraffenland herzlich willkommen. Der Baumkuchen aus den Märkten kann definitiv einpacken. Zwar hat ein Stück Baumkuchen seinen Preis, aber vom Geschmack her nicht zu vergleichen.

 

Das LUFTFAHRT MUSEUM wernigerode zeigt die größte Luftfahrtausstellung Mitteldeutschlands. Mit 55 original Flugzeugen und Hubschrauben, 1.000 weiteren Exponaten auf 5.000 m² in zwei Hallen kann man mehrere Stunden auch bei schlechtem Wetter in Wernigerode gut verbringen. Am Gießerweg finden Interessierte zum Thema „Luftfahrt und Technik“ mehr als Antworten. Man macht dort quasi eine Zeitreise. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Eine Geschichtsreise der Luftfahrt mit Liebe zum Detail findet im HIER & JETZT statt. Hausherr, Eigentümer und Chef Clemens Aulich hat 1992 hier einen Raum und Platz für seine nicht alltägliche Leidenschaft gefunden und kann nun die Öffentlichkeit daran teilhaben lassen. Seine Leidenschaft fürs Fliegen hat sein Großvater, einst Fluglehrer, in ihm geweckt. In den vergangenen Jahren brachte Aulich es soweit, dass er 50 Flugzeuge und Hubschrauber an den unterschiedlichsten Orten einlagert hatte. 1998 ging die Restaurationsphase mit Unterstützung von 16 ABM-Kräften los. 1999 konnten dann die ersten Museumsbesucher in empfangen genommen werden. Aulichs Sammelleidenschaft kennt keine Grenzen. Er sprudelt förmlich vor neuen Ideen. Ein neues Highlight soll in diesem Sommer auf dem Dach des Museums entstehen. Es bleibt also spannend im Hause Aulich.

 

Die Bewertung

 

Anreise

Mit dem Auto eine bequeme und flexible Anreise. Ein Bahnhof im Ort bietet ebenfalls eine Anreisemöglichkeit. Im Ort fahren Busse und Taxen. Auch zu Fuß im Stadtkern unterwegs zu sein ist kein Problem.

 

Parkplatz

Kostenpflichtiges Parkleitsystem vorhanden.

 

Freundlichkeit

Alle Begegnungen während des Tages waren freundlich und zuvorkommend.

 

Beschilderung

gut

 

Barrierefreiheit

Die Wernigerode Tourismus GmbH bietet einen Stadtführer „Wernigerode Barrierefreie Angebote“ zum Download unter www.barrierefrei-im-harz.de an. Durch den alten Stadtkern und die Wege zum Schloss ist es nicht immer einfach mit dem Rollstuhl von A nach B zukommen. Aber mit dem Barriereführer sollte einem Besuch nichts im Wege stehen.

 

Bewirtung

Im Baumkuchenhaus sehr lecker. Die Preise sind noch human.

Der Kaffee im Bistro des LUFTFAHRT MUSEUM wernigerode TOP. Preis/Leistung stimmen.

 

Örtlichkeiten

Die Örtlichkeiten im LUFTFAHRT MUSEUM wernigerode wie zu Hause - modern und blitzeblank.

Im Baumkuchenschlaraffenland normal.

 

Mein Fazit

Wernigerode ist eine Reise wert und sicherlich ein Lieblingsort der glücklich macht.

 

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