Der Baum stützt sich auf seinen Wurzeln, der Mensch auf sein Herz.
  Der Baum stützt sich auf seinen Wurzeln, der Mensch auf sein Herz.                                                

Nach der Reise ist vor der Reise. Die Angst fliegt immer mit.

Eine Reise nach Mallorca - Flugangst! Nein danke!

Auf zu neuen Horizonten. Reisen ist seit ich denken kann meine große Leidenschaft. Zu meiner Kinder- und Schulzeit bin ich oft mit meinen Eltern auf Wohnmobiltour gegangen. Meist waren wir in den Sommerferien in Holland, Dänemark, Österreich, Schweiz und Norwegen unterwegs. Noch heute lese ich gern in den Tagebüchern meines Vaters und bekomme Fernweh ...

 

 

Tagebucheintrag © W.W. 

"Freitag, 15.07.1988 - Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen.

Am Morgen ging es um fünf Uhr über die A1 in Richtung Flensburg bis

nach Hirtshalts (Dänemark). Von dort mit der Fähre nach Kristiansand (Norwegen). 

Im Fährbüro bekommen wir noch ein Ticket für die Nachtfähre.

Wir verbringen eine schöne Nacht an Bord.

Moni und ich erleben einen traumhaften Sonnenuntergang.

Sonja ist schon im Traumland..."

 

Ich liebe es unterwegs zu sein und Unbekanntes zu entdecken. Reisen heißt für mich, sich auf neue Spuren zu begeben. Fremde Menschen, Kulturen und neue Orte kennenzulernen. Wenn ich heute auf die letzten Jahre zurückblicke, dann erkenne ich mich nicht wieder. Nun bin ich seit mehr als drei Jahren nicht mehr auf großer Reise gewesen. Grund dafür ist meine Flugangst

Aber wie fing alles an?

 

Ich spule zurück zu dem Tag, an dem die Angst begann. Auf einem Rückflug von Lissabon kam es zu kleineren Turbulenzen. Da wurde mir schon während des Fliegens anders und eine Hitzewelle schoss durch meinen Körper. Ein paar Monate später wurde bei mir eine Lumbalpunktion gemacht. Während der Punktion fuhr eine Hitzewelle durch meinen Körper. Nach diesem Eingriff war die Angst einfach da. Von dem Tag an erfand ich die tollsten Ausreden, um nicht mit dem Flugzeug auf Reisen gehen zu müssen. Heute ist mir bewusst, dass ich durch die Punktion und die erneute Hitzewelle an den turbulenten Rückflug von damals erinnert wurde. Ich wurde angetickert!

 

Wenn ich fliege, wie 2015 nach Wien, dann meist nicht allein. Meistens fängt das ungute Gefühl schon einige Tage vor dem Flug an. Meine Hände werden feucht, die Kehle trocken und Schwindel tritt auf – die Flugangst ist schon vor mir im Flieger da und setzt sich neben mich wie ein unsichtbarer Begleiter. Von wegen Zeit zum Lesen oder die Aussicht genießen, für mich bedeutet Fliegen purer Stress. Angeblich bin ich damit nicht allein – jeder fünfte Deutsche soll unter Flugangst leiden.

 

Das Jahr 2017 steht für mich unter dem Motto: "LOSLASSEN - lerne leicht zu Leben!", und so kam mir die Idee der Flugangst einen strich durch die Rechnung zu machen. Es kann doch nicht sein, dass einem durch diese Angst die Lebensqualität flöhten geht. Die Urlaubsplanung stand an. Ab ins TUI ReiseCenter Bad Bramstedt und eine Reise buchen.

Durch die tolle und einfühlsame Beratung von Katrin Petersen war die Flugreise ganz schnell gebucht. Ich war selbst etwas von mir überrascht, nun gab es keinen Ausreden mehr. Auf dem Ticket und den Reiseunterlagen stand schwarz auf weis mein Name.

 

Einige Wochen dauerte es noch bis zur Reise. Ich merkte von Woche zu Woch, wie mich immer mehr das Fernweh packt. Das Wetter in Deutschland wurde immer schlechter und ich wollte einfach ganz schnell in Richtung Sonne. Ich informierte mich über den Flug, das Hotel und den Reiseort. Ich ging in meine ganz persönliche Reiseplanung und war voller Glücksgefühle.

 

Doch spätestens mit der Fahrt zum Flughafen nimmt die Anspannung immer mehr zu. Beim Check-in war die Angst dann so richtig da. Ein Zurück kam für mich in keinem Fall infrage. Mein Mitreisender meint es immer gut mit mir. Leider kann er oft nicht verstehen, dass ich aber am liebsten in Ruhe gelassen werden will. Ich ziehe mich dann einfach zurück und mache nichts. Ich will nicht reden, Zeitung lesen oder zum Essen überredet werden. Eine Freundin hat mir den Tipp mit auf den Weg gegeben, einfach die Augen zu schließen und an etwas Schönes zu denken. Das kam für mich überhaupt nicht infrage. Ich wollte den Start sehen. Also habe ich mir überlegt, was mir am meisten Freude bereiten würde. Ich nehme gern Fotos oder Filme mit dem Smartphone auf, also zückte ich mein Handy und schaute aus dem Fenster. Nur noch ein komisches Bauchgefühl begleitete mich bis zur Landung.

Warum ich mir das trotzdem antue und mich wieder in den Flieger setze?

 

Weil die Welt einfach zu viele schöne Orte und nette Menschen zu bieten hat, als das ich sie mir nur in einem Fotoalbum oder im Fernsehen ansehen möchte. Ich lasse mir nur ungern die Lebensqualität nehmen. Und weil mich die Angst andernfalls zu sehr beherrschen könnte.

 

Tagebucheintrag © W.W. 

"Donnerstag, 04.08.1988 - Die Nacht ist für uns alle eine sehr unruhige.

Gegen 8 Uhr Frühstücken wir und treten unsere Heimreise an.

Die Rücktour führt uns über die B1 nach Dortmund.

Ein kleiner Abstecher zu Monis Schwester Ulla..."

 

Fazit

Eine tolle und erkenntnisreiche Zeit liegt hinter mir! Der Flugangstbewältigung bin ich einen Schritt nähergekommen. Irgendwie hat mich das Fernweh gepackt und die nächste Reiseplanung steht an. 

 

Nach der Reise ist vor der Reise. Flugangst! Nein danke!

Sechs Tipps gegen Flugangst

Sitzplatz richtig buchen

Es gibt den richtigen Platz, der Menschen mit Flugangst zu einem ruhigeren Flug verhilft. Die ruhigsten Sitzplätze im ganzen Flugzeug befinden sich nämlich unmittelbar über den Tragflächen: Dort sind die Bewegungen des Flugzeugs am geringsten zu spüren. Ein früher Online-Check-in hilft und beruhigt.

Vorbereitung ist die halbe Miete

Vielleicht klingt dies blöd, aber erlaub deinem Körper, bequem zu reisen. Machen es dir selbst nicht so schwerer, indem du hautenge High-Waisted-Jeans trägst, sondern wähle atmungsaktive, bequeme Stoffe mit Komfort-Potential. Bereite dich nicht nur körperlich, sondern auch mental vor: Wissen ist Macht und manchmal hat man die größte Angst vor Dingen, über die man wenig weiß. Denn eigentlich ist Fliegen die bei Weitem sicherste Reiseart überhaupt.

Sprich mit anderen Personen über deine Angst

Auch wenn es dir unangenehm ist, vor anderen die eigene Angst einzugestehen: Informiere trotzdem eine Flugbegleiter/-in oder den Sitznachbarn über deine Flugangst, anstatt es einfach im Stillen auszuhalten. Eingeweihte Personen können dich ablenken und beruhigen, außerdem fällt der zusätzliche Stress, die eigene Nervosität verstecken zu müssen, einfach weg.

Atemtechnik hilft

Die richtige Atemtechnik hilft. Eine Menge an beruhigender Kraft steckt in der Atemtechnik. Wenn du merkst, dass du während einer Turbulenz verkrampfst oder in Panik gerätst – höre auf keinen Fall auf zu atmen und verfallen nicht in eine panische Schnappatmung. Konzentriere dich auf dein Zwerchfell, atme tief in den Bauch hinein und dann doppelt so lang wieder aus. Setz dich gerade hin und stelle beide Beine senkrecht auf den Boden. Diese Erdung wird das beruhigende Gefühl der Atemtechnik noch zusätzlich unterstützen.

Gedankenkarusell stoppen

Kommen da etwa Wolken auf? Wolken bedeuten Regen, Regen bedeutet Gewitter, Gewitter bedeutet Turbulenzen. Halte gedanklich ein und stoppen dieses negative Angst-Karussell. Atme stattdessen tief durch und versuche dich abzulenken.

Nervennahrung wie Schokolade hilft

Selbst wenn dir die Angst so richtig auf den Magen schlägt und du eigentlich gar keinen Appetit hast, pack dir zum Beispiel deine Lieblingsschokolade ins Handgepäck, am besten mit einem hohen Kakao-Anteil. Die süße Leckerei verhindert einen niedrigen Blutzuckerspiegel, der das Reisen noch unangenehmer machen würde und aktiviert gleichzeitig Glücksgefühle im Gehirn.

Solltest du nicht mit deiner Flugangst zurechtkommen, geh bitte sofort zu einem Arzt deines Vertrauens.

Ein Psychotherapeut kann dich auf dem Weg der Flugangstbewältigung begleiten und unterstützen. 

 

Foto Flugzeug über den Alpen: © SonJA Weber / Journalismus und PR mit Herz, Foto Sitzplatz, Vorbereitung, Flugbegleiterin, Atemtechnik, Gedankenkarusell und Schokolade: © pixabay.com

Video: © SonJA Weber

 

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